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Großflugtag Großenhain 2014

100 Jahre Flugplatz Großenhain

- von Gerhard Schmid -

Am 21. Februar 1914 setzte Leutnant Emil Clemens die Räder seiner DFW Stahl-Taube auf der präparierten Landewiese des neuen Flugplatzes Großenhain auf. Drei Jahre nach der Gründung der preußischen Provisorischen Fliegertruppe, der späteren Königlich-Preußischen Fliegertruppe, eröffnete er damit den offiziellen Betrieb der ersten Fliegerstation auf sächsischem Boden. Schon zum Beginn des ersten Weltkriegs wurde diese erste Großenhainer Fliegerkompanie an die Westfront verlegt. Großenhain blieb während des gesamten Krieges eine Fliegerschule, in der u. a. auch der später als Fliegerass bekannt gewordene Manfred, Freiherr von Richthofen seine ersten fliegerischen Schritte als Beobachter tat. 60.000 Mann durchwanderten insgesamt die Großenhainer Ausbildungsstätte.

100 Jahre nach seiner Eröffnung kann der Flugplatz Großenhain auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken. Im Zweiten Weltkrieg war hier die Aufklärungsfliegerschule 1 des Heeres stationiert, nach 1945 lag der Flugplatz in russisch besetztem Gebiet und wurde - nach einer Verlängerung der Start-/Landebahn von 1951 bis 1993 aktiv von den russischen Luftstreitkäften und auch von der Aeroflot genutzt. Seit 1993 wird der Flugplatz vom Bundesvermögensamt an den Flugplatzbetreiber verpachtet. Aktuell ist das die Fluglatz Großenhain UG.

Am 31.5. und 1.5. 2014 fand ein von der Rotring Entertainment GmbH organisierter Flugtag unter dem Motto "100 Jahre Flugplatz Großenhain" statt. Bereits ein gutes halbes Jahr im Voraus wurde die Veranstaltung mit Ju 52 und AN 2 Rundflügen, sowie einem Flugprogramm aus verschiedenen Modell- und manntragenden Flugzeugen angekündigt. Was bei bestem Frühsommwetter in Großenhain geboten war, sehen Sie auf den folgenden Bildern...

Horst Braun startet den Motor seiner YAK-18 T und bereitet sich auf seine Flying Display vor. Er war vom Allgäu Airport (EDJA) angereist.
Bei strahlendem Sonnenschein kamen tausende Besucher auf das historische Flugplatzgelände. Flugtage haben auch nach über 100 Jahren Motorflug ihre Anziehungskraft nie verloren.
Ralf und Nico Niebergall rollen nach einer ihrer Vorführungen zum am Publikum entlang zum Abstellplatz. Der Formationskunstflug von Originalflugzeug mit Ralf und Modellflugzeug mit Nico Niebergall am Steuer war ein Höhepunkt im Flugprogramm.
Die PZL-104 Wilga, ein polnisches Mehrzweckflugzeug, ist gerade in den ehemaligen Ostgebieten häufig anzutreffen. Gern wird sie - aufgrund ihrer Flugeigenschaften - für Segelflugzeugzeugschlepp verwendet.

Kai Joppich präsentierte mit seiner Extra 300 S ein sauber geflogenes Aerobatic Display, das vorwiegend aus fließenden, sanften Figuren zusammengestellt war.

Unfassbare Flugmanöver boten Enrico Thäter und Ralph Losemann, zusammen das "Elster Jet Team", mit ihren beiden J10 Jets dar.
Seit vielen Jahren fester Bestandteil der deutschen Airshowszene: Walter und Toni Eichhorn, inzwischen auf zwei Extra 330 LT.
Die Antonow AN-2 hat einen ähnlichen Kultstatus wie die Junkers Ju 52 erreicht. "Tante Ju" und "Tante Anna" waren an beiden Tagen durchgehend im Rundflugeinsatz.
Die Mil Mi-2 von Valerian Kießling war der einzige Helikopter im Flugprogramm. Fast 5.500 Maschinen wurden zwischen 1966 und 1998 gebaut.
Ein zeitloser Klassiker, für manche einer der schönsten Doppeldecker überhaupt und der Traum vieler Piloten: Die Bücker 133 Jungmeister mit André Fuchs am Steuer.
Ein Teil der Veranstaltung wurde von Modellfliegern gestaltet, ganz im Hintergrund die Ju 52. Dazwischen wird die Bücker 133 per Handkurbel angelassen.
Auch wenn er ganz im zivilen Look daherkommt - dieser EC-135 steht im Dienst der Bundeswehr und wird für Ausbildungs- und Ausstellungszwecke genutzt.
Rege am Rundflugbetrieb beteiligt war auch die dem regelmäßigen Flugtagbesucher wohl bekannte Max Holste Broussard.
Die Dornier Do-28 der Reservistenkameradschaft (RK) ist die letzte noch fliegende Maschine dieses Typs. Der Betrieb wird durch Spenden und ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder aufrecht erhalten.
Nur im Static Display zu betrachten war die Morane MS.317. Die Parasol-Hochdecker-Konstruktion hat ihren Ursprung bereits in den 1920er Jahren, wurde in den 1930er Jahren als MS.315 und ab 1960 als MS.317 gebaut.
Lange wird man die Transall nicht mehr sehen, soll doch schon in Bälde die Ablösung durch den neuen Transporter A 400M erfolgen. In Großenhain sind hunderte Besucher durch den Rumpf der betagten Maschine spaziert.
Auf dem Gelände des Flugplatzes ist auch der Militär-Historische Förderverein e.V. Garnisonsstadt Großenhain beheimatet. Der Verein betreibt u. a. diesen T-34 Panzer.
Eine umfangreiche Ausstellung historischer Fahrzeuge bot eine interessante Abwechslung jenseits des Flugbetriebs.
 

 

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